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Historische Spiegelkugel von der Wilhelmshöhe nun im Emslandmuseum

Essmann Stiftung stellt die 1929 angeschaffte Kugel als ewige Leihgabe zur Verfügung

„Ich freue mich sehr, dass die HEH Essmann Stiftung uns einen so wertvollen Schatz der Lingener Gastronomiegeschichte und Festkultur als ewige Leihgabe zur Verfügung gestellt hat“, schwärmt Dr. Christof Spannhoff, Leiter des Emslandmuseums Lingen, über die historische Spiegelkugel von der Wilhelmshöhe, die sich seit Anfang 2025 in der Sammlung der Geschichtsinstitution befindet und seit Mai im Foyer zu bewundern ist. Die mit kleinen Glasspiegeln bestückte Kugel wurde bereits 1929 angeschafft, als der Saal des beliebten Ausflugsziels renoviert wurde. „Das war damals etwas ganz Neues“, so Spannhoff. „Spiegelkugeln kamen überhaupt erst in den 1920er Jahren in Berlin auf und wurden dort zunächst in den Tanzpalästen installiert. Als Erfinder gilt Paul Baatz, Chef des Tanzpalasts Residenz-Casino, in dem er auch andere technische Neuheiten wie Tischtelefone oder Rohrpost einführte. Überregional bekannt und beliebt wurden die strahlenden Globen dann durch die damaligen Filme wie Berlin: Die Sinfonie der Großstadt (1927) oder Der blaue Engel (1929/30), in denen sie zu sehen waren.“ Dass auch Lingen bereits Ende der 1920er Jahre eine Spiegelkugel bekam, hing mit dem Innovationen sehr aufgeschlossenen Pächter Heinrich Essmann zusammen, der auch 1930 eine große Gastronomie-Ausstellung in dem seit 1845 bestehenden Gaststättenbetrieb initiierte.